Andrea Hensel

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Beruf - Berufung

Historische Bekleidung seit über 20 Jahren

Andrea Hensel kreiert seit 1989 historische Kostüme, wobei sie sich auf die Zeit der Spätgotik und der Frührenaissance spezialisiert hat. Ihr Gestaltungsspektrum erstreckt sich aber auch von der Steinzeit bis hin zu futuristischen Welten und zeigt sich in phantasievollen venezianischen Karnevalskostümen. Auch mehrere Großgruppen wurden schon von ihr ausgestattet, wie zum Beispiel historische Fanfarenzüge, Heroldsgruppen und Guggenmusiker.

Bei allen Kostümen handelt es sich um Einzelanfertigungen, die nach individueller Schnitt- Farb- und Materialberatung in Maßarbeit entstehen. Für ihre Gewänder verwendet sie ausschließlich Naturfasern, wie Leinen, Baumwolle, Seide, Hanf und Wolle. Auf moderne Verschlussmöglichkeiten, wie zum Beispiel Plastikknöpfe, Klett- oder Reißverschlüsse verzichtet sie prinzipiell.

Biografie

Andrea Hensel kam am 04.08.1957 als Tochter einer Goldschmiedin in Pforzheim zur Welt. Schon als Kind war sie fasziniert von schönen Stoffen, der vielfältigen Ausdruckskraft der Farben und der Wandlungsfähigkeit des äußeren Erscheinungsbildes mit Hilfe der Kleidung. Beschränkte sich der erste kreative Schaffens- und Tatendrang der frühen Kindheit anfangs noch auf Puppenkleider, so entstanden schon ab dem 15. Lebensjahr erste ausgefallene Kleidungsstücke nach eigenem Entwurf. Stärker als die Lust, dieses Hobby zum Beruf zu machen, war die Sehnsucht mit Kindern zu arbeiten und so fiel die Entscheidung für ein Studium des Lehramtes für Sport und musisch-technische Fächer. Gegen Ende der Studienzeit wurde im Dezember 1980 der Sohn Jérôme geboren, im Juni 1985 kam die Tochter Mandana zur Welt, die nun beide zum vollen Lebensinhalt und zu wundervollen, kreativen und inspirierenden Wegbegleitern wurden.

Kompetenzen

Mehrere Jahre leitete Andrea Hensel Gymnastik- und Nähkurse in Bretten, wodurch die Vorstandschaft der "Vereinigung Alt Brettheim" auf sie aufmerksam wurde. Ein Verein, der in Zusammenarbeit mit der Stadt Bretten jährlich eines der schönsten und größten historischen Feste Deutschlands veranstaltet. Im Herbst 1989 suchte der Verein nach einer kompetenten Fachkraft, die sowohl das Handwerk des Nähens, des Entwurfes, der Schnittherstellung sowie des Zuschneidens mittelalterlicher Kleidung beherrschte. So wurde sie zur namensgebenden Mitbegründerin der "Gewandmacherei" der "Vereinigung Alt Brettheim", die sie bis heute leitet. Vorrangiges Ziel der Gewandmacherei ist es, während des Festes, vor dem Auge des Betrachters ein historisches Bild, eine mittelalterliche Szenerie entstehen zu lassen. Besucher wie Mitwirkende sollen sich nicht vor einer Bühne oder einer Art Hollywoodkulisse glauben, sondern sich ins Mittelalter zurückversetzt fühlen.

Engagement

Dies erforderte gewissenhafte Recherche, eine Art jahrelanges Privatstudium mit Hilfe historischer Quellen wie z.B. Gemälde, Stiche, Plastiken, Zeichnungen, Chroniken, Nachlassinventare, und Kleiderordnungen der damaligen Zeit.

Die Arbeiten von Andrea Hensel waren im Rahmen zweier Ausstellungen ("Philipp Melanchthon, der große Reformator und seine Zeit", "Mode im Spätmittelalter") sowie in mehreren historischen Modeschauen bereits einem großen Publikum zugänglich. Zu ihren Kunden zählen inzwischen auch das Land Baden-Württemberg sowie Luitpold Prinz von Bayern, der seine Wittelsbacher Herolde von ihr einkleiden ließ.
 
   

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